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  • Know-how aus Brandenburg soll die Energiewende beschleunigen
  • #Unmade – Ganzheitlich nachhaltige Energieerzeugung als Ziel

Das ProFIT Projekt  wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung unterstützt

EnerKíte möchte 2022 den ersten 100kW-Serienprototypen fertigstellen. Damit der Drachen, der doppelt so viel Energie wie klassische Windräder produzieren soll, sicher und effizient betrieben werden kann, entwickelt ein Team der BTU Cottbus - Senftenberg und des Fraunhofer PYCO um Prof. Holger Seidlitz belastbare Leichtbau-Komponenten für die Steuerung der Anlage. Das gemeinsame Forschungsprojekt startete Anfang April. Unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) entstehen neue Designmethoden, die auf andere Problemstellungen übertragbar sind.

BTU Cottbus unterstützt mit Künstlicher Intelligenz

Das Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau der BTU Cottbus ist deutschlandweit führend in der Bearbeitungstiefe von nachhaltigen Leichtbaulösungen und immer wieder gefragter Partner in der Entwicklungskooperation mit Unternehmen, von innovativen Start-ups à la EnerKíte bis hin zu Konzernen wie BMW oder Rolls Royce.
Für die EnerKíte-Anlagen unterstützt das Team um Prof. Holger Seidlitz als Forschungspartner die Entwicklung leichter dynamischer Komponenten des Masts und der Seilwinden. „Mit dem Einsatz von modernen additiven Fertigungsverfahren und Künstlicher Intelligenz (KI) werden Designmethoden optimiert, um komplexe Leichtbaukonstruktionen schnell und präzise zu entwerfen“, erklärt Prof. Holger Seidlitz.

Das dabei angewandte Multi-Material-Design ist ein fundamentaler Teil der Forschungsarbeit des Instituts und die gewonnenen Erkenntnisse tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung und Optimierung der internen Kompetenzen im Bereich der „Künstlichen Intelligenz“ bei. Ferner können die erarbeiteten Grundmodelle auf weitere und sogar artfremde Problemstellungen überführt und dadurch innerhalb zukünftiger Forschungsaufgaben und Industrieprojekte eingesetzt werden.

Made in Brandenburg & unmade in Brandenburg

Alexander Bormann setzt in der Kooperation auch auf die Expertise von Prof. Holger Seidlitz im Bereich Recycling der hocheffizienten Materialien: „Wir wollen den gesamten Lebenszyklus der Anlagen im Blick haben. Was nützt es Material zu sparen, wenn ich statt einer Tonne Stahl am Ende 100 kg Sondermüll verwerten muss.“ Das Verbundprojekt „EKxM“ wird mit Mitteln der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und des EU-Strukturfonds EFRE gefördert. Bis Anfang Mai wirbt EnerKíte zudem noch Mittel über eine Crowdfunding-Kampagne ein, über die sich Bürger im Rahmen einer Risikokapitalfinanzierung beteiligen können. In der bislang erfolgreichsten Unternehmens-Kampagne der Plattform FunderNation.de wurden bereits über 755.000 € investiert.

Projekt mit Kick-off Meeting in Brandenburg gestartet

ProFIT Kick-Off Meeting

Nach negativen Coronatests aller Mitarbeiter ging es mit der liebevoll „Anna“ genannten Demonstrationsanlage EK30 am 14. April bis vor die Tür der neuen Potsdamer Büros. Hier kamen Jonas Krenz, begeisterter Kiter und Experte für Additive Fertigung, und Lucas Ost, Spezialist für Numerische Berechnungen (Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau der BTU Cottbus-Senftenberg) hinzu. Das Verbundprojekt zur Entwicklung des 100kW Serienprototypen wurde damit offiziell gestartet. Die Herausforderungen der entscheidenden Anlagenkomponenten konnten direkt am Objekt besprochen werden. Nach einem intensiven und produktiven Meeting, in dem sich die Ingenieure in Details von Mast und Seiltrommel vertieft hatten, freuen sich nun alle auf die nächsten Schritte und Fortschritte bei der Skalierung der Anlage und der zuverlässigen Lieferung grüner Energie.

Über das Fachgebiet Polymerbasierter Leichtbau der BTU Cottbus - Senftenberg

Die Leichtbauforschung auf dem Gebiet der Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) ist an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus – Senftenberg ein erfolgreicher Forschungsschwerpunkt. Entlang der produktorientierten Wertschöpfungskette beschäftigt sich das internationale und interdisziplinäre Team des Fachgebietes Polymerbasierter Leichtbau (PbL) mit der branchenübergreifenden Entwicklung von energieeffizienten Leichtbaulösungen und zugehörigen Fertigungstechnologien. Ausgehend von der ersten Idee, über den Entwurf von
Prototypen, bis hin zur fertigungstechnischen Umsetzung komplexer Technologiedemonstratoren liegt der Fokus vor allem auf der Konstruktion und Simulation sowie auf der Herstellung und dem Test von funktionsintegrativen FKVBauweisen.

Das Fachgebiet besteht derzeit aus 23 Mitarbeitern. Neben regionalen Partnern aus der Lausitz sowie Grenzregion Polen kooperiert PbL insbesondere mit internationalen Industrie- und Forschungspartnern aus den Bereichen Kunststofftechnik, Automotive sowie Luft- und Raumfahrt. Das Fachgebiet wurde hierbei mit zahlreichen Wettbewerbs- und Clusterpreisen für die wissenschaftlichen Leistungen und erfolgreichen Kooperationsprojekte ausgezeichnet.

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